Rollerstop bloggt

2. Februar 2012
von rollerstop
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Gesetzeslage und Verantwortung beim Rollerfahren

Volksschulkinder, die ein Smartphone selbstverständlich bedienen, oder auch ihren Eltern und Großeltern erklären, sind durchaus nichts ungewöhnliches. Auch im Umgang mit Spielkonsolen und Kontrollern haben die kids nicht selten die Nase vorn. Von Natur aus sind sie weitaus beweglicher als somancher Erwachsene, nur in Sachen Erfahrung sind ihnen altersbedingt Grenzen gesetzt. Aus diesem Grund werden Regelungen und Gesetze von Erwachsenen gemacht.
Soweit so gut.

Die kompakten Tretroller, auch Microscooter genannt, werden als “Kleinfahrzeug zur Verwendung außerhalb der Fahrbahn” definiert. Die österreichische Strassenverkehrsordnung (StVO) sieht vor, dass Kinder ab 12 Jahren, mit Fahrradausweis ab 10 Jahren, alleine Roller fahren dürfen. Sonst müssen sie von einer mindestens 16-jährigen Person begleitet werden. Diese Altersbegrenzung ist von der Radfahrverordnung übernommen, die damit wiederum das alleinige Radfahren im Strassenverkehr altersmäßig begrenzt. Microscooter dürfen auf Gehwegen und -steigen, kombinierten Geh- und Radwegen sowie Wohn- und Spielstrassen unterwegs sein.

Da viele Kinder mit Microscooter zur Schule fahren, stellen Schulen oder Schulbehörden immer öfter sichere Abstellplätze für diese Gefährte zur Verfügung. Nun hat die Zeitschrift “kommunal”  die Frage geklärt, ob diese Verantwortungsträger damit auch jene zum alleinigen Roller fahren verleiten, die dies altersmäßig noch nicht tun dürften, und daher für Unfälle auf dem Schulweg haften müssen. Laut Auskunft des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (kfv) ist dem nicht so. Viel mehr gilt, dass sich die Schulverwaltung um die freien Fluchtwege kümmern muß und daher das Aus-dem-Weg-räumen jeglicher Stolperfallen, also auch herumkugelnder Tretroller, durchaus zu ihren Aufgaben zählt.

Wann und wie Kinder mit ihrem Roller unterwegs sind, liegt immer noch im alleinigen Verantwortungsbereich der Eltern. Es ist ihre Aufgabe sich um Gesetze und Verordnungen, die ihre Kinder betreffen, zu kümmern.
Darüberhinaus zählt es auch zur Aufgabe des Erziehens, Kindern nicht nur das Gehen beizubringen und damit der rudimentärsten Form der Fortbewegung, sondern auch jede Form des schnelleren Weiterkommens.

Der Weg in den Kindergarten und in die Volksschule ist meist die erste Strecke, wo wir unseren Kindern zeigen, wie sie sich im Verkehrsgeschehen zurechtfinden können. Gerade bei den besonders Kleinen braucht das oft viel Geduld, machen sie doch noch so kurze Schritte und “müssen” am Weg noch so viel entdecken, dass es scheinbar kein Weiterkommen gibt. Und das obwohl die Zeit immer so knapp ist.
Diese Situation lässt sich mit so einem kleinen Tretroller wunderbar lösen: Junior fährt gerade mal so schnell, wie der Erwachsene daneben geht. Ganz selbstverständlich macht dieser das Kind auf Gefahren aufmerksam, fordert an der Gehsteigkante zum Absteigen auf, weist auf den Vorrang des Fußgängers hin. Gibt es dann auch noch Abstellplätze, lernt das Kind auch das Parken und individuelle Sichern seines kleinen Rollers. Wo möglich wird es vielleicht bald ein Fahrrad sein oder der Roller wird dann in Kombination mit öffentlichen Verkehrsmitteln genützt und im Laufe der Jahre ist das umweltfreudnliche Weiterkommen ganz selbstverständlich und elternunabhängig.

Die Gesetze und Regelungen machen wir Erwachsenen. Wie es in Zukunft weitergehen soll, liegt daher zu einem beträchtlichen Teil in unserer Hand. Wir sind oft zu unflexibel, um uns zu verändern, allerdings ist es ein leichtes die Veränderung zu delegieren, wir müssen nur die Rahmenbedingungen dazu schaffen:
Im konkreten Fall könnte dies die Anpassung der StVO an die Realität der Rollernutzung sein! Damit nächste Generationen nicht mehr mit dem Elterntaxi (Abhängigkeit), sondern mit einem individuellen Weiterkommen (Unabhängigkeit) aufwachsen.
Zitate aus:
Zeitschrift “KOMMUNAL”, Heft 1, 2012, Seite 8-9: “Gemeinden nicht haftbar für unbeaufsichtigte Rollerfahrer”
www.kommunal.at

Der Text ist nach alten Grammatikregeln verfasst. Sollte eine Formulierung nur ein Geschlecht betreffen, sind dennoch alle Menschen völlig gleichwertig gemeint.

 

 

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2. November 2011
von redaktion
1 Kommentar

Rollertipps

#Rollertipp 1:
kompakte Tretroller/Microscooter u.ä. dürfen auf Gehsteigen und –wegen, sowie Wohnstrassen benützt werden

#Rollertipp 2:
Fußgänger haben immer Vorrang! Fahre respektvoll und zuvorkommend

#Rollertipp 3:
Charme und Freundlichkeit erleichtern das Zusammenleben von Fußgängern und   Rollerfahrern

#Rollertipp 4:
Bedenke beim Fahren, dass aus jedem Haustor, Geschäft, Gartentürl o.ä. jederzeit jemand herauskommen kann

#Rollertipp 5:
Vorsicht: Leute, die aus einem Auto entlang von einem Gehsteig aussteigen, rechnen nicht mit einem herannahenden Roller 

#Rollertipp 6:
Nicht bei Nässe Roller fahren, denn Bremsen ist da kaum möglich, Wegrutschen umso wahrscheinlicher

#Rollertipp 7:
Beklebe deinen Roller mit reflektierenden Stickern, damit er auch bei Dunkelheit    wahrnehmbar ist

#Rollertipp 8:
Fahre bei Dunkelheit besonders vorausschauend und vorsichtig. Bedenke, du bist kaum sichtbar

#Rollertipp 9:
Beim Rollerfahren immer wieder Bein wechseln, mal mit dem einen, mal mit dem anderen antauchen – sonst leidet die Hüfte

#Rollertipp 10:
Bei Gehsteigenden immer vom Roller absteigen – gleich auch eine gute Gelegenheit Bein zu wechseln

#Rollertipp 11:
Achte, wo du deinen Roller abstellst – er soll niemandem anderen zur Stolperfalle werden

#Rollertipp 12:
Wenn du deinen Roller (z.B. über Stiegen) tragen musst, pass auf, dass er nicht dir oder jemandem anderem aufs Bein schlägt

#Rollertipp 13:
Führe immer ein Vorhängschloss am Querlenker mit (Größe 50mm)

#Rollertipp 13a:
Roller + Vorhängschloss: So ist dein Roller zweifelsfrei identifizierbar – nur dein Schlüssel passt

#Rollertipp 13b:
Roller + Vorhängschloss: So kannst du den Roller am Rad blockieren, falls du ihn mal kurz wo liegen lassen musst

#Rollertipp 13c:
Roller + Vorhängschloss: Damit kannst du deinen Roller in einem Rollerständer absperren

#Rollertipp 14:
Beim Rollerfahren nie schleifend bremsen, davon werden Bremse und Schuhsohlen gefährlich heiß

#Rollertipp 15:
Fahre vorausschauend und steige zum Stehenbleiben im Laufschritt ab

#Rollertipp 16:
Wenn du bremsen musst, dann kurz und kräftig: verlagere dein Gewicht ganz auf den Bremsfuß

#Rollertipp 17:
Bei deinem (neuen) Roller war ein Schraubschlüssel beigepackt – finde ihn wieder und zieh mal alle Schrauben nach

#Rollertipp 18:
Die Kugellager deines Rollers hätten hie und da gern einen Tropfen Schmieröl, dann läuft er auch wieder wie geschmiert :-)

#Rollertipp 19:
Rase NIE noch schnell über eine Ampelkreuzung, wenn’s ein Abbieger genauso tut, trefft ihr euch & du bist der Schwächere!

#Rollertipp 20:
Fahre niemals bloßfüßig oder mit Pantoffeln (flipflops), sondern mit möglichst sportlichen Schuhen

#Rollertipp – der Wichtigste:
Dich gibt’s nur einmal – pass auf dich auf! Rollerfahren beschleunigt Fußwege und soll Spaß machen!

 

PS – die Rollertipps gibts auch als .pdf zum Download

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13. Oktober 2011
von redaktion
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Umdenken

Nach einigen Tagen Dienstreisechauffeurdienste kreuz und quer durch Norditalien bin ich mehr denn je überzeugt: Ein umfangreiches Umdenken muß kommen. Wenn wir so weitermachen zerstören wir uns recht effizient unseren Lebensraum, speziell unsere Atemluft!

Einerseits hab ich während der vielen Autokilometer Zeit genug gehabt, über die Sinnhaftigkeit nachzudenken, ob nun 140 PS zwei Personen (eigentlich sogar nur eine, die freiwilligen Chauffeurdienste meinerseits helfen das Ganze zu beschleunigen) durchs Land tragen müssen, um einzelne Personen an verschiedenen (öffentlich kaum erreichbaren) Orten für persönliche Gespräche zu besuchen. Vor einer Lösung steht die Frage, wie und/oder wo kann man die Leute anders zusammenbringen. Das face-to-face-Gespräch ist in jeder hinsichtlich erhaltenswert.

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22. September 2011
von redaktion
1 Kommentar

Roller fahren in Wien – passt gut dazu

Ein Lösungsrezept für urbane Mobilität gibt es wohl nicht, ganz sicher passt es nicht in einen Blogbeitrag. Hier daher nur Gedankenauszüge zum Thema:

Grundsätzlich fühle ich mich mit der Wiener Verkehrsinfrastruktur recht wohl. Das ist als Ausgangspunkt schon mal sehr erfreulich, denn Qualität zu steigern ist allemal leichter als bei Null anzufangen oder erst gar nicht zu wissen wo man anfangen soll. Dazu habe ich aus eigener Erfahrung auch den Vergleich mit einigen südeuropäischen Städten, als Fußgänger (viele Jahre & Kilometer mit (Doppel)kinderwagen), Radfahrer, Öffi-nutzer (soweit überhaupt vorhanden) und Autofahrer. Zwei Beobachtungen sind mir dabei aufgefallen: egal wie gut ein Infrastrukturangebot ist, genörgelt wird immer, aber je schlechter die Möglichkeiten, desto eher entsteht unter den Menschen eine Art Solidarität – unter dem Motto: der leidet ja unter dem selben Infrastrukturmangel wie ich. Das kann sich dann in etwas mehr Geduld, Zuvorkommenheit oder ähnlichem im Alltag ausdrücken. Immerhin.

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